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Mediadaten

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Mediadaten 2014

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Tischler & Künstler
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Tischler & Künstler
Hans Knapp ist nicht nur gelernter Tischler, er ist auch findiger Bastler, Instrumentenbauer, Maler und stellt auch selbst Weihnachtskrippen her.
Text: Yvonne Kathrein
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Fotos: Andreas Amplatz

Die Werkstatt von Hans Knapp am Weerberg ist immer fein säuberlich aufgeräumt. Feilen, Zangen, Hämmer, Schraubenzieher, Spachteln und diverse Schnitzutensilien hängen an der Wand, Farbtuben stehen auf dem Fensterbrett, darunter die Hobelbank, auf der man Sägemehl oder Späne regelrecht suchen muss. Überall kleinere und größere Schubladen, die wohl Nägel, Schrauben, Dübel und sonstiges Kleinwerkzeug beinhalten. Man kann nur erahnen, was in ihnen steckt. Einzig der Schemel vor der Hobelbank weist „Verunreinigungen“ in Form von vielen bunten Farbklecksern auf. Und: ein wunderbarer Geruch von Holz und Farbe durchdringt den Raum. Es muss also hier doch kürzlich jemand gearbeitet haben. Nein, Hans Knapp, der gelernte Tischler, hat seinen früheren Beruf auch in der Pension nicht an den Nagel gehängt. Hier fallen nach wie vor Späne! Ein kleiner, hölzerner, etwa zehn Zentimeter großer Weihnachtsbaum auf der Hobelbank deutet einen größeren zu bauenden an. Natürlich soll er auseinandernehmbar sein, wie Hans am Modell demonstriert. Ganz ausgeklügelt fügen sich die einzelnen Holzteilchen ineinander. Ein Tüftler ist der Hans, das erkennt man allein an diesem Modell. Und man erkennt es an allem, was sonst in seiner Werkstatt steht, liegt oder hängt.
Mittlerweile hat sich Wolfgang Schafferer dazugesellt und das Osttiroler Hackbrett aufgebaut, das er mitgebracht hat. Er sollte darauf zu Hause ein bisschen spielen, denn besser wird’s ja nicht, wenn es nur herumsteht. Eigentlich ist es für Hans‘ Enkelin gedacht, aber mit ihren knapp zwei Jahren wird es doch noch etwas dauern, bis die darauf spielen kann. Allein an der Einlegearbeit, die den Rand verziert, den kunstvoll geschnitzten dunklen Rosetten, den vier Schalllöchern oder der Kleistermalerei am hölzernen Koffer merkt man: Hier war ein Könner am Werk! Dieser Könner ist – wie könnte es nach einem kurzen Blick in seine Werkstatt anders sein – Hans Knapp. Dabei hat er sich dieses Wissen und Können zum Hackbrettbau selbst angeeignet, und das, obwohl er selbst gar nicht Hackbrett spielt. Ein bisschen beigebracht hat ihm das Spielen der Wolfgang im Nachhinein dann aber schon, fügt er hinzu.

Aus Not und Jux

Wie kommt man dann aber quasi ohne Bezug zu diesem Instrument dazu, ein solches zu bauen? „Jå“, lacht Hans, „aus a Notsituation aussa und an Jux.“ Mit „Notsituation“ bezieht er sich auf eine Anfrage seines Freundes Ludwig Knapp, ob Hans kein Osttiroler Hackbrett für seine Tochter Franziska wisse, die damals, vor etwa 15 Jahren, gerne eine Tanzlmusig damit begleitet hätte. Peter Brugger, der Altmeister des Osttiroler Hackbrettbaus, war schon verstorben. Woher also nehmen? Wäre diese Frage nicht in geselliger Runde auf einer Geburtstagsfeier gestellt worden, Hans hätte wohl nie damit begonnen, selbst ein Hackbrett zu bauen. „Die Schnapsln håbn irgendwenn g’wirkt. Irgendwånn hun i g’såg: ‚Wås sumst’s umadum, a selles bau i enk!‘“
Das war also der „Jux“, der schließlich zum Bau eines ersten Hackbretts führen sollte. Auf ein gutes Stück Haselfichte vom Gallzeiner Sägewerk war er schon vorher aufmerksam geworden. Er hatte es vorsichtshalber erworben, um vielleicht einmal eine Harfe daraus zu bauen. Nun sollten daraus also der Boden und die Decke des Hackbretts entstehen. Gut, dass der gebürtige Osttiroler Flor Pedarnig, ein versierter Musikant und leidenschaftlicher Hackbrettspieler, am Kolsassberg wohnte und Hans sich dort ein uraltes Hackbrett zur Vorlage nehmen konnte. Eine Herausforderung waren die nicht aus Holz gefertigten Teile wie Saiten oder Wirbel, aber auch die Heber, die ja essentiell bei einem Tonartwechsel sind. Hans wäre kein Tüftler, hätte er nicht auch diese Probleme gemeistert.

Für Wirbel und Saiten wurde er bei einem Klavierbauer fündig, und dass die Saiten an langen Stahlnägeln befestigt werden mussten, das sagte ihm der Hausverstand. Und schließlich hatte er in der Zwischenzeit auch andere Hackbretter in seine Werkstatt hereinbekommen, um sie zu reparieren. Den einen oder anderen Fehler, der zur Reparatur der diversen Hackbretter geführt hatte, wollte er also tunlichst vermeiden. Außerdem hatte er ja auch im Volkskunstmuseum in Innsbruck bereits mit alten Instrumenten zu tun gehabt. Wie das? Er verrät mir, dass er dort 22 Jahre lang als Schnitzer und Depotverwalter angestellt war, später dann auch als Restaurator. Nun verstehe ich langsam, woher diese Kunstfertigkeit, diese Geschicklichkeit, diese Liebe zum Detail und vor allem diese Ordnung rührt. Wer einmal über 40.000 Gegenstände zu verwalten hatte, für den ist Ordnung quasi das täglich Brot.

Das Modell Knapp

„Und dieses Hackbrett hier ist also das Ergebnis?“, komme ich wieder auf das vor uns stehende Instrument zu sprechen. Er verneint. Nein, nein, das ist sein letztes, sein wirklich letztes. Da sind mittlerweile schon ein paar Raffinessen dazugekommen. Neben Haselfichte wurde hier Birnbaum-, Ahorn- und Nussholz verarbeitet, auch Esche und Eiche. Und: auch der Tisch, auf dem das Hackbrett steht, der Koffer und die gedrechselten Schläger sind selbstverständlich Eigenproduktion. Der hölzerne Koffer schützt die empfindlichen Heber beim Transport viel besser. Auch sie sind ein Knapp’sches Patent: Sie können in der Höhe, aber auch in jede andere Richtung verstellt werden, denn die Heber so einzustellen, dass dann auch die Töne links und rechts vom Steg stimmen, das ist eine Wissenschaft. Der Tisch, den hat ihm Flor Pedarnig eingeredet. Der Klang soll sich dadurch besser entfalten können. Dafür ist das Knapp-Hackbrett etwas kleiner als das ursprüngliche Osttiroler Hackbrett. Schließlich soll man es ja auch noch gut transportieren können, das viele Holz. So ist also nicht nur das Instrument selbst, sondern das „Gesamtpaket“, wie Hans es nennt, eine Besonderheit. An die hundert Stunden hat der Künstler dabei jedes Mal in ein solches Instrument gesteckt.

Musik, Malerei ...

Man möchte meinen, Hans‘ Freizeit wäre damit reichlich ausgefüllt. Aber dann beginnt er erst von seinen anderen Hobbys zu erzählen, denen er teilweise auch schon während seiner Tätigkeit im Museum nachging: 30 Jahre lang spielte er Maultrommel bei den Weerberger Maultrommlern, mit denen er weit herumkam, sogar nach Deutschland und Frankreich. „Mir håm g’spielt, wie’s ins virkemmen isch, eigentlich gånz åndersch wia åndere Gruppn. Viele måchn’s schulisch, de spieln die Stickln so nåch, wie’s die Mollner oder die Mittenwalder oder die Saalfeldner Maultrommler g’måcht håbm. Mir håbm insere eigenen Stickln g’håbt, a selle, de nit für Maultromml g’måcht woarn sein.“
Und dann führt mich Hans zurück in den Raum, an dem wir beim Hereingehen vorbeigegangen sind. Jetzt bin ich wirklich baff! Unzählige Bilder und Zeichnungen in verschiedensten Techniken hängen an den Wänden. Er ist Mitglied in einem Malclub. Im Sommer begibt man sich irgendwo in die Landschaft und bringt die Eindrücke zu Papier. Einige der Ergebnisse dieser Malrunden hat Hans aufgehängt. Die anderen sind wiederum fein säuberlich in selbst gebastelten Kartonkoffern auf Stellagen archiviert.

... und Krippen

Vor allem aber ist der Raum ausgefüllt mit an die zwanzig verschiedenen Krippen. In Wurzelstöcken geschnitzte Krippenmotive, andere Figuren bunt bemalt, wieder andere sind vor einer Hintergrundmalerei platziert. Hans bereitet sie gerade für die Krippenausstellung im FeuerWerk in Fügen vor. Seit 38 Jahren schon gibt er sein Wissen in Kursen an der Volkshochschule und in der Erwachsenenschule weiter, auch den Krippenverein am Weerberg hat er gegründet.

In letzter Zeit hat es ihm aber die Landschaftsmalerei angetan. Als wäre das alles nicht genug, schreibt er nämlich gemeinsam mit seinem Kollegen Hansjörg Penz, einem frischgebackenen Krippenbaumeister, an einem Krippenbuch, das im Dezember 2016 im Tyrolia Verlag erscheinen wird. Sein Teil besteht darin, die Herstellung der gemalten Landschaften Schritt für Schritt zu beschreiben. Es ist einfach eine Wunderkammer, in der ich mich hier befinde. Das sage ich Hans auch. Er lacht und zeigt auf die hölzerne dreistufige Leiter, die neben mir steht. Ein Handgriff, und daraus ist ein sehr passabler Stuhl mit Rückenlehne geworden! Ich schaue ihn groß an, er lacht und ist sichtlich angetan von meinem Staunen, meint aber darauf selbstkritisch: „So an Vogl, woasch!“ Dieser Vogl hat ihm immerhin eine freizeittechnisch vollkommen ausgefüllte Pension beschert. Und daher rührt wohl auch seine jugendliche Frische!

Das Vermächtnis

Eines will er mir aber vor allem noch zeigen: Er öffnet eine Box, in der sich – wieder ganz ordentlich hineingeschlichtet und beschriftet – aufgerollte Saiten verbergen, gedrechselte Heber, kleine metallene Utensilien, Zettel und seltsames Spezialwerkzeug. Hans hat sich etwa einen „Saitenwickler“ gebastelt, mit dem problemlos die Ösen zum Einhängen bei den Nägeln gemacht werden können – ganz ohne Mühe und blutige Finger. In der Box steckt das gesamte Wissen, das sich Hans während der Hackbrettbau-Jahre angeeignet hat. Wenn diese Arbeit jemand übernehmen will, muss er nur die Box öffnen, da ist alles Wichtige drin, auch beschrieben hat Hans auf den Zetteln alles zu Beachtende. Er sieht mich an. Es wirkt fast wie eine Aufforderung. Die kann ich aber bei aller Liebe nicht annehmen. Ich weiß ja nicht einmal, wie man ein Holzstück richtig in die Hobelbank einspannt! Eine destruktive Antwort folgt: „Jå, was nix weart: Brinnen tuat’s.“ Wie recht er hat. Und wie weit man es doch – oder gerade deswegen – mit dieser Devise bringen kann!


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