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Mediadaten

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Mediadaten 2014

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Kolumnisten: Mia Melo-Lontha
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Fünf LH’s als Chef
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Fünf LH’s als Chef
Bgm. Kurt Heel ist 24 Jahren Bürgermeister von Inzing. Er war 42 Jahre im Dienste des Landes und half als Chef der Landesunterstützungsfonds tausenden Tirolern.
Text: Bernhard Rangger
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Fotos: Andreas Amplatz

Nach 24 Jahren tritt Inzings Bürgermeister Kurt Heel 2016 nicht mehr zu den Gemeinderatswahlen an. Er hat zahlreiche Projekte in der Enterbachgemeinde umgesetzt und mit dem Ausbau des Inzinger Industriegebiets den Gemeindehaushalt im Lot gehalten. Trotzdem bezeichnet er seine Tätigkeit als Chef des Landesunterstützungsfonds als seinen wichtigsten politischen Job. Diese Aufgabe hat er mit einem prall gefüllten Fördertopf unter LH Eduard Wallnöfer übernommen und beim Amtsanstritt von LH Günther Platter an seinen Nachfolger übergeben. Dazwischen diente er drei weiteren Landeshauptleuten und konnte tausenden in Not geratenen Tirolern helfen. Und auch in dieser Aufgabe erwies er sich als besonders geschickt im Umgang mit Geld. Mittels geschickter Geldanlagen und Sponsoren hatte er, ohne die öffentliche Hand zu belasten, das Grundkapital über die Zeit gebracht und trotzdem mehr Geld verschenkt, als ursprünglich dafür angelegt worden war.

Musikant und Familienmensch

Heel ist ein klassischer Familienmensch. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und fünf Enkelkinder, die er besonders gerne um sich schart. Seit 1974 besitzt er in der Enterbachgemeinde ein Eigenheim, wo er nicht nur ausreichend Platz für die Kinder, sondern auch für sein größtes Hobby, den Modellbau hat. Ein zweites Steckenpferd ist die Musik. Er brachte sich selbst das Spiel auf der Ziehharmonika und auf der elektrischen Orgel bei. Gemeinsam mit Kollegen bildete er eine Maschgerermusik und wurde Mitglied beim Kirchenchor und beim Männerchor Friedrichslinde. Er erwarb eine Hammond Orgel, schuf sich erst kürzlich ein Klavier an und freut sich schon auf seinen Ruhestand, wo er diesen Instrumenten „entspannte“ Töne entlocken möchte. Auch der eigene Garten und das Sonnenbaden im Sommer zählen zu seinen Hobbys.

Geboren wurde Heel 1947 im Sternzeichen der Waage in St. Jodok am Brenner. Er besuchte die Volksschule in Schmirn und dann schon von Inzing aus die Realschule in Innsbruck. Schon während der Schulzeit hatte er mehrmals als Vermessungsgehilfe ausgeholfen, sodass er diesen Job nach der Matura an der Autobahn zwischen Hall und Wattens fortführen konnte. Nach dem Bundesheer, wo er sich zum Kraftfahrer ausbilden ließ, bewarb er sich beim Land Tirol, wo er bei der Wohnbauhilfe eine erste Anstellung bekam und vielen Inzingern nach der Murenkatastrophe 1969 helfen konnte.

Ins Vorzimmer des Landeshauptmanns

„Wendelin Weingartner war gerade Chef der Wohnbauför­derungsabteilung, als ich an einem Freitag Nachmittag zum Landeshauptmann bestellt wurde. Eduard Wallnöfer empfing mich kurz und meinte, dass ich den neuen Job so machen solle, wie er es tun würde. Er versetzte mich kurzerhand zu zwei weiteren Angestellten in sein Vorzimmer. Als ich mich bei Weingartner für die Empfehlung bedanken wollte, war dieser ziemlich erzürnt, weil er von der Versetzung überhaupt nichts gewusst hatte“, erinnert sich Heel schmunzelnd zurück. „Walli überließ mir die Auszahlung seiner Partei- und Verfügungsmittel. Wenn ihn eine mittellose Familie um Geld anbettelte, drückte er den hilfesuchenden Menschen eine Visitenkarte in die Hand, auf der eine Geldsumme stand und ich musste das Geld aushändigen!“
Kurze Zeit später wurde der Landesunterstützungfond ins Leben gerufen und mit der Hälfte der in diesem Jahr eingegangenen Strafgelder (also rund 30 Mio. Schilling) ausgestattet. „Wallnöfer bestellte mich zum Chef. In dieser Funktion musste ich als Nicht-Studierter mit drei Hofräten zusammen arbeiten. Das war im ersten Moment eine große Herausforderung“, lächelt Heel. „Ich hab dann im Auftrag des Landes ganz Tirol abgeklappert und mit den Menschen gesprochen, die plötzlich in Not geraten waren. Ich musste Berichte verfassen und argumentieren, wofür die Unterstützungsgelder eingesetzt werden. Die Regierung hat dann alle Ansuchen behandelt und ihre Zustimmung erteilt.“

Geld ausgeben, aber nicht verbraucht

25 Jahre hat Heel diese Tätigkeit ausgeübt und dabei große Erfahrungen für seine politische Tätigkeit gesammelt: „Viermal musste ich nach Selbstmorden zu Hinterbliebenen. Das hat mich sehr mitgenommen. Einmal wurde ich sogar als Geisel genommen. Meine Aufgabe war es auch, das Geld zu verwalten und es entsprechend anzulegen. Letztlich ist es mir gelungen, im Laufe von 30 Jahren mehr als 30 Mio. Schilling an Unterstützungen an hilfesuchende Tiroler auszuzahlen. Besonders stolz bin ich, dass ich das Geld so auf der Bank veranlagt habe, dass ich am Ende eine ähnliche Summe übergeben konnte, wie ich sie am Anfang übernommen hatte!“
Insgesamt waren fünf Landeshauptleute Chefs des späteren Inzinger Bürgermeisters: „Nach dem Walli folgten Alois Partl, Dr. Wendelin Weingartner und Herwig van Staa. Einmal habe ich zwar für ein paar Monate in die Abteilung der Landeslehrer gewechselt, aber HR Hermann Arnold hat mich schon bald wieder ins Vorzimmer des Landeshauptmanns zurückgeholt. So lernte ich viele Tiroler Persönlichkeiten kennen und legte natürlich auch die Scheu vor prominenten Politikern ab.“

Viele Bauten als Bürgermeister

Das Pensionsdekret wurde Heel schließlich von LH Günther Platter übergeben. Insgesamt hat er also fünf Landeshauptleuten als Landesbeamter gedient. 16 Jahre zuvor war er bereits Chef der 3.500-Einwohnergemeinde Inzing geworden. Heel: „Friedl Hurmann und der damalige Vizebürgermeister Adi Vent haben mich zu sich eingeladen und mir mitgeteilt, dass sie mich für die Nachfolge von Bürgermeister Kurt Schletterer bräuchten. Kurze Zeit später bin ich für den Landesunterstützungsfond nach Osttirol gefahren und auf dieser Fahrt habe ich meine Frau angesprochen, ob das überhaupt in Frage kommt. Die Gemeinderatswahlen erbrachten dann ein klares Ergebnis: Obwohl ich zwei Gegenkandidaten hatte, wurde ich bereits im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt und meine Wirtschaftsliste wuchs von zwei auf sechs Mandate!“

Heel erwies sich als sehr umtriebiger Gemeindechef: Er sanierte die Inzinger Schulen, errichtete ein neues Gemeindeamt mit Kindergarten, einen neuen Bauhof und ein Feuerwehrhaus. Das Schwimmbad wurde komplett umgebaut, der Friedhof erweitert und schließlich an den westlichen Ortsrand verlegt. „Meine Grundphilosophie war es, nur dann Schulden für Projekte zu machen, wenn ich in gleichem Maß die Gemeindeeinnahmen steigern kann. Durch die Ansiedelung großer Betriebe im Inzinger Industriegebiet ist mir das stets gelungen!“

Familienpolitik auf Kosten der Gemeinde

Für den scheidenden Gemeindechef gibt es dennoch einige Fehlentwicklungen, die er gerne öffentlich aufzeigen möchte: „Allein bei der Kleinkind- und Kindergartenbetreuung verzeichnet die Gemeinde derzeit einen Abgang von 500.000 Euro. Da hat das Land Familienpolitik auf Kosten der Gemeinden gemacht. Außerdem werden die Kinder nicht mehr von den Eltern, sondern von Erziehungseinrichtungen erzogen. Das wird einmal zu großen Problemen in der Altenpflege führen!“ Heel weiter; „Wir haben zwar kein Flüchtlingsheim in Inzing, aber ein Landfluchtproblem, über das niemand spricht. Auf die Inzinger Baugründe herrscht nämlich ein großer Druck von betuchten Stadtmenschen, denen die Lebensqualität im Ballungsraum nicht ausreicht. Das treibt die Grundpreise in die Höhe und führt dazu, dass sich die Leute im Dorf weder kennen noch grüßen.“

Bürgermeister brauchen klare Mehrheit

Welche Aufgaben möchte Heel in den letzten drei Monaten seiner Amtszeit noch erledigen? „Eigentlich könnte ich heute schon mein Amtszimmer räumen. Irgendwas zu tun gibt es überall, ich habe aber keine unfertigen Baustellen. Wir haben eineinhalb Jahre lang am neuen Weg zur Inzinger Alm gebaut. Der ist jetzt fertig und für den Verkehr frei gegeben. Das Trinkwasserkraftwerk und die neue Wasserleitung sind noch im Bau. Das dauert einfach eine gewisse Zeit. Was ich nur vorbreiten, aber nicht zu Ende führen konnte, ist die Verbauung des Lehntals. 20 Jahre haben wir dort verhandelt und so wie es aussieht, wird kommendes Jahr die Bauverhandlung stattfinden. Wir befinden uns leider in Zeiten des Klimawandels und die Gemeinde Inzing musste schon öfters erfahren, dass die Natur von oben nach unten arbeitet und unser Dorf gefährdet. Der Damm oberhalb des Schärmerhofs ist längst überfällig. Nach Langem nimmt das jetzt auch die Behörde wahr!“ Gibt es Vorhaben, die bald verwirklich werden sollten? „Für den Volksschulausbau gibt es bereits Pläne. Neben dem Altersheim soll im Bereich des alten Jugendheims eine Anlage mit betreutem Wohnen entstehen. Auch für den Saalausbau in der Hauptschule gibt es Ideen.“

Konitnuität soll fortgesetzt werden

Wer soll sein Nachfolger werden? Heel: „Ich habe das Amt des ÖVP-Obmanns bereits an meinen Wunsch-Kandidaten übergeben. Da Inzing aber traditionell ein Ort mit vielen Listen ist und es sicher mehrere Kandidaten geben wird, werden die Wahlen sicherlich spannend und bunt. Ich bin jedenfalls der Überzeugung, dass der künftige Bürgermeister nicht nur auf die Menschen zugehen muss, sondern auch eine klare Linie braucht. Ein Bürgermeister ist für alles in der Gemeinde zuständig und die Leute müssen sich auf ihn verlassen können. Außerdem wünsche ich ihm, dass er rasch eine Harmonie und eine klare Mehrheit im Gemeinderat findet. Ich hatte in meiner zweiten Periode große Probleme, weil im Gemeinderat alles zerredet wurde. Das ist nicht zielführend. Die Leute erwarten sich von der Politik klare, rasche Entscheidungen!“
Nach einer kurzen Nachdenkpause möchte er noch etwas anfügen: „Meine Frau wird heuer 66. Deshalb denke ich gerne an den Udo Jürgens Song: ‚Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an!’ Wir hatten in Inzing in 66 Jahren nur drei Bürgermeister: Josef Haslwanter, Kurt Schletterer und dann ich. Das ist sicherlich eine Besonderheit unserer Gemeinde und ich wünsche mir für meinen Nachfolger, dass diese Kontinuität auch künftig anhält. Sie hat dem Ort sicher gut getan!“


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