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Mediadaten

Folgend stehen Ihnen unsere Mediadaten 2014 zum Download bereit:

Mediadaten 2014

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Der Fokus von GUT liegt in den positiven Geschichten, die unsere schöne Heimat schreibt. Stille Helden, große Errungenschaften, Werte und Traditionen finden in GUT die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.

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Derzeit versenden wir das Magazin an ca. 18.000 Personen (Stand: Jänner 2014) direkt und adressiert. Weiters liegt das Qualitätsmagazin in der TILAK, bei allen Tiroler Hausärzten und ausgewählten Coiffeuren auf. 2.000 Stück werden in Tirols Kioske vertrieben.

Aufgrund unseren Gesellschaften zugehörigen Medien wie der Oberländer Rundschau, Seefelder Plateauzeitung, UrlaubPUR,  Seefeld TV, Rundschau TV, Zielgruppen-TV etc. können wir auf ein gesundes und großes Netzwerk an Erfahrung und Werbemöglichkeiten zurückgreifen.

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Herausgeber: Bernhard Rangger
Chefredakteur: Bernhard Rangger
Creative Director: Peter Prantner
Stv. Chefredaktion: Josef Hornsteiner
Redaktion: Gebi Schnöll, Bernhard Neuner, Lisa Grießer, Mag. Andrea Moser, Ursula Philadelphy, Max Paua, Karl Kessler, Klaus Markovits, Eva Lechner, Univ.-Doz. Dr. Bettina Schlorhaufer, Marion Witting Msc
Kolumnisten: Mia Melo-Lontha
Fotoredaktion: Stephan Elsler,Maren Krings, Julia Moll, Heinz Holzknecht

Videoredaktion: Hannes Rangger, Bernhard Neuner, Lisa Grießer
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Grundlegende Blattrichtung: Gemeindegut ist ein unabhängiges österreichisches Monatsmagazin, welches sich mit allen für Tirol relevanten Themen aus Gesellschaft, Land, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Tradition, Tiroler Lebensart, Kultur beschäftig.

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Des Todes Gegner
Des Todes Gegner
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Des Todes Gegner
Wie Physiker Dr. Wolfgang Recheis Computerbilder entschlüsselt und damit Ärzte bei ihrer Arbeit unterstützt.
Text: Bernhard Rangger
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Fotos: Stephan Elsler

Über eine breite Steinstiege gelangen wir ins Obergeschoß eines altehrwürdigen, denkmalgeschützten Universitätsgebäudes mitten am Innsbrucker Klinikareal. Direkt unterm Dach, am Ende des Flurs liegt die kleine Kammer von Univ. Doz. Dr. Wolfgang Recheis. Sie ist überfüllt mit Computern, Büchern, Zeitschriften und verstreutem Büromaterial. Begeistert erzählt der Physiker von seinen Forschungen: Vor allem der "Ötzifund", der ihn bereits 1994 in seiner ersten Arbeitswoche hier beschäftigte, hat es ihm angetan. Er hat vor zwei Jahren die Nachbildung des Mannes vom Hauslabjoch im Ötzi-Museum in Bozen geschaffen und glaubt nunmehr, der wahren Todesursache der vor mehr als 5000 Jahren verstorbenen Eismumie auf die Spur gekommen zu sein.

Recheis ist einer von sechs Physikern, die für die Radiologie der Universitätsklinik Innsbruck arbeiten. Ihre Aufträge bekommen sie allerdings fächerübergreifend. Vor allem verschiedene chirurgische Abteilungen lassen bei ihnen Computerbilddaten aufbereiten und Krankheiten visualisieren. Unter anderem stellen Recheis und seine Kollegen mithilfe modernster 3D-Drucker exakte Knochenmodelle her.

Ötzi war erstes 3D-Computermodell

"In unserem Institut wurden bereits vor mehr als zwanzig Jahren Schädelmodelle rekonstruiert", erinnert sich Recheis an seine Anfangszeiten zurück. „Wegen des Ötzifundes waren wir da weltweit die ersten, die 3D-Modelle gemacht haben! Mit der Nachbildung einer schweren Fehlbildung eines Kindes hat Prof. Dr. Hans Anderl sogar die ästhetische Chirurgie revolutioniert, indem er das erste präoperative Modell bauen ließ!“ Recheis begann seine Arbeit wenige Jahre davor am Institut: "Ich kam 1994 frisch von der Uni und hab hier an der ersten Nachbildung des Eismanns mitwirken dürfen. Dazu wurde eine Technik verwendet, die ursprünglich in der Autoindustrie eingesetzt wurde (Stereolithographie). Mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen wurden radiologische Daten für die exakte Modellerstellung aufbereitet. Während wertvolle anthropologische Funde radiologisch erfasst, vermessen und neu wissenschaftlich interpretiert wurden und in weiterer Folge Filme bzw. Rekonstruktionen für Museen hergestellt wurden, hatte Prof. Anderl die Idee zu einer völlig neuen Anwendung. Er verwendete die Modelle zur Operationsplanung und brachte die Technik so zurück in den medizinischen Alltag."

Neben der rapiden Entwicklung der Computertechnik kam es in der Folge zu einer explosionsartigen Entwicklung im Bereich der Scan- und Bildbearbeitungstechniken. Mit Hilfe von Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) gelingt es, dass Radiologen Patienten in den Körper sehen können, ohne ihn dabei zu verletzen. Anhand der gewonnenen Daten werden Krankheiten diagnostiziert, mit den verwendeten Computermethoden diese in ihrer Ausprägung quantifiziert oder, falls nötig, die Operationsschritte virtuell geplant.

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Negative für Knochen-Implantate

Recheis machte diese Entwicklung an seinen Computern mit und wurde immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert. "Von 2006 bis 2009 waren wir Partner einer sehr prominenten, von der EU mit über 3 Millionen Euro geförderten Studie, bei der es galt, neue Methoden zur mathematischen Beschreibung wertvoller fossiler Funde in der Anthropologie zu entwickeln. Diese Methoden können jedoch auch direkt für den Patienten von Vorteil sein: In Fällen von komplexen Schädelläsionen (z.B. nach schweren Unfällen oder auch bei Tumoren) werden diese Methoden verwendet, um ein möglichst exaktes bzw. ästhetisch korrektes Implantat zu berechnen und dieses als "Negativ" als Modell für den Eingriff herzustellen. So kann der Arzt aus Knochenzement die entsprechenden Implantate exakt für die Operation formen."

Auch in anderen Bereichen gelangen ihm aufsehenerregende Nachweise, für die er zu medizinischen Vorträgen auf der ganzen Welt eingeladen wird: "Zufällig sprach mich mein Kollege Paul Eichberger von der Strahlentherapie auf den Fall von Gregor Baci, einem ungarischen Edelmann des 16. Jahrhunderts, an. Er soll bei einem Ritterturnier eine schwere Kopfverletzung durch eine Lanze erlitten haben. In Schloss Ambras existiert dazu ein Ölgemälde eines unbekannten Malers in der sogenannten "Kuriositätensammlung" von Erzherzog Ferdinand II. Baci wird dort mit einer Lanze gezeigt, die sich vom Auge durch den ganzen Kopf bohrte. Mit dieser Verwundung soll er der Legende nach noch ein ganzes Jahr gelebt haben. Wir mussten also nachweisen, ob dies anatomisch überhaupt möglich wäre. Anhand eines Computermodells konnten wir in Zusammenarbeit mit Prof. Eisner von der Neurochirurgie zeigen, dass ein bis zu drei Zentimeter dicker Gegenstand vom Auge durch das Ohr dringen kann, ohne das menschliche Gehirn zu verletzen. Sollte dabei keine Schlagader getroffen werden, wäre ein mehrmonatiges Überleben einer solchen Verletzung möglich. Wenig später erfuhr ich von einer erfolgreichen Operation an der Innsbrucker Klinik, bei der einem Arbeiter eine Eisenstange aus dem Kopf entfernt werden konnte, die sich genau diesen Weg durch den Schädel gebohrt hatte. Auf Grund der modernen Medizin konnte der Patient diesen schweren Unfall sogar langfristig überleben!"

„Schwammerl“ für die Krebsforschung

Momentan beschäftigt sich Recheis neben den Routinetätigkeiten seines Jobs in enger Zusammenarbeit mit Dr. Johannes Pallua (Gerichtsmedizin) mit einer Pilzart, die in Tirol nur sehr selten vorkommt: "Es handelt sich um den Ästigen Stachelbart, den "Hericium coralloides", ein Pilz, dem heilende Wirkung im speziellen in der traditionellen chinesischen Medizin nachgesagt wird. Hier wurden verschiedenste Analysemethoden verwendet, um Struktur und Wirkstoffverteilung darstellen zu können. Wir haben es mit unseren Forschungen bereits auf die Titelseite einer renommierten Chemie-Fachzeitschrift geschafft. Auch hier sollen unsere Schwammerl-Forschungen dem Patienten dienen: Im Zuge eines Forschungsprojekts, gefördert vom Land Tirol, möchten wir diese Methoden bei der Tumorklassifizierung von Mund- und Knochenkarzinomen einsetzen."

Intensiv setzt sich Recheis auch mit neuen Algorithmen der Bildverarbeitung auseinander: "Im Gegensatz zum menschlichen Auge kann ein Computer in einem scheinbar chaotischen Bild Regelmäßigkeiten entdecken und Krankheiten erkennen - wenn er nur entsprechend trainiert wird. Um dem Rechner die zielführenden Informationen zu liefern, bräuchte ich allerdings ein paar engagierte junge Ärzte, die ihr Wissen einbringen. Dann könnte man diese Forschung sicher rasch erfolgreich in der Praxis einsetzen", hofft er auf Unterstützung seiner Studien.

CSI Ötzi ist ungeklärt

Auch mit dem Gletschermann Ötzi beschäftigt sich Recheis seit etwas mehr als zwei Jahren wieder: "Zum 20-Jahr-Jubiläum des Ötzifundes wandte sich das Archäologie-Museum Bozen an mich, ich solle ein neues Ötzimodell für den Schauraum erstellen. Dabei stellte ich bei der Rekonstruktion des Schädels ein tiefes Cut im Knochen beim rechten Auge fest. Im Vergleich mit dem verfügbaren Bildmaterial sieht man, dass die rechte Gesichtshälfte dunkel verfärbt und geschwollen ist und die Haut um das rechte Auge blaue Verfärbungen aufwies. Auch ein kleiner Schnitt in der Haut über dem Cut an der Augenhöhle sowie eine größere gelb verfärbte Stelle im Auginneren ließen mich darüber nachdenken, wie der Mann vom Hauslabjoch verstorben sein könnte. Der fehlende Knochensplitter könnte von einem spitzen Gegenstand, etwa einer Waffe aber auch durch Sturz auf einen spitzen Stein nach dem Treffen durch den bereits entdeckten Pfeil, verursacht worden sein. Da der Gletschermann aber auf 3200 Metern Seehöhe gestorben ist, könnte schon allein eine derartige Verletzung durch ein Messer oder durch einen Sturz auf einen spitzen Stein tödliche Folgen gehabt haben." "Die Todesursache ist für mich jedenfalls noch lange nicht restlos geklärt", so der Physiker, der schon viele andere Rätsel der Wissenschaft durch seine akribische Arbeit am Computer gelöst hat.



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